Klarälven bis zur Nordsee - 14. Juli - Tag 7: Deje - Karlstad (37,3 km)

Klarälven till Västerhavet - 14 juli - dag 7: Deje - Karlstad (37,3 km)

Hey!

 

Der letzte Tag auf Klarälven war ein Tag mit ähnlichen Merkmalen wie die vorangegangenen Tage, eine Variation aus totaler Freude und gelegentlicher Hoffnungslosigkeit. 

 

Nach einer erholsamen Nacht machen wir uns vom Zentrum von Deje auf den Weg, um den Tag auf die beste Weise zu beginnen: vorbei an einem Wasserkraftwerk! 

Das Lager in Deje.

Der Lift enthielt einige technisch komplizierte Schritte, war aber dennoch einer der kürzeren Lifte, was erfreulich war. Im Bewusstsein, dass dies unser vorletzter Lift sein würde (dachten wir…), paddelten wir schnell weiter flussabwärts. 

 

In den letzten Tagen ist die Temperatur gestiegen, was dazu geführt hat, dass wir häufiger baden, um uns abzukühlen. Ein kühlendes Bad nach einem harten Lift tut es!

 

Ein paar Meilen später erreichten wir den letzten Damm des Flusses: das Kraftwerk Forshaga. Zu unserer Verführung stellten wir schnell fest, dass hier sehr schlechte Bedingungen zum Herumtragen mit den Kajaks herrschten. Nach einiger Zeit fanden wir jedoch neben dem Kraftwerk einen alten versteckten Kanal, der sich als Teil einer Schleuse herausstellte, die hier früher betrieben wurde. Klarälven war der letzte schwedische Fluss, in dem Holz floss, dann unter anderem durch diese geschlossene Schleuse und den Kanal, durch den wir fuhren. Tatsächlich trieben vor genau 30 Jahren, im Jahr 1991, die letzten Baumstämme auf dem Wasser des Flusses. 

Die alte Schleuse in Forshaga.

Jedenfalls fanden wir endlich eine halbwegs akzeptable Straße, um das Kraftwerk und die Schleuse zu umfahren. Zu diesem Zeitpunkt begannen die Energieniveaus jedoch auf den Boden zu fallen. Wir hatten nur ein wenig Haferflocken zum Frühstück gegessen, was sich nun bemerkbar machte. Das Problem war, dass die Schleuse auf der falschen Seite des Flusses lag, wo Zivilisation und Gesellschaft mit all ihren Restaurants und Lebensmittelgeschäften existierten. Der 30-minütige Fußmarsch in jede Richtung hat sich nicht gelohnt, da wir so schnell wie möglich nach Karlstad kommen wollten. Stattdessen haben wir das letzte, was wir in den Kajaks hatten, abgelassen: 2 Dosen Thunfisch, eine Scheibe Preiselbeere grob und ein paar Liter Wasser.

 

Es fühlte sich an, als würde die Hitze vor dem Lift weiter steigen. Etwas gestärkt durch die einzige Nahrung, die wir hatten, machten wir einen letzten Versuch, an diesem letzten verdammten Wasserkraftwerk vorbeizukommen, das normalerweise keine Anpassung für Kajakfahrer hatte. 

 

Am Ende waren wir jedoch auf wundersame Weise auf der anderen Seite und die letzten Kilometer nach Karlstad begannen zu ticken. 

Das letzte Stück vor der Ankunft am Inner Harbor.

Die Freude, dabei zu sein, drückte sich in einem Siegesgebrüll auf Sandgrundsudden aus. Diese Freude war jedoch fast verflogen, als wir bei unserem Versuch, in den Inner Harbor in Karlstad zu paddeln, auf zwei geschlossene Schleusentore in dem Kanal stießen, durch den wir paddelten. Die Sehnsucht nach Essen war mehr als greifbar und ein weiterer Lift stand nicht auf der Wunschliste. Mit bitterem Beigeschmack trugen wir an den Schleusen vorbei und konnten dann weiterpaddeln. 

Carlarnas Schleusen im Pråmkanalen in Karlstad.

Als wären wir aus einem Traum erwacht, waren wir plötzlich da im Hafen, der in all den Straßencafés mit Live-Musik vor Leben brummte. 

 

Ob Sie es glauben oder nicht, aber es gab tatsächlich ein Begrüßungskomitee! Es war die Legende, Värmlander und der Gründer von Melker, Pelle Stafshede und sein Waffenträger Henrik, die uns mit offenen Armen im sonnigen Karlstad willkommen hießen (kurz bevor wir in die Stadt paddelten, gab es ein Gewitter). 

 

Allerdings kam der Hunger nicht zu kurz, der sich darin äußerte, dass Noah und Lowe als Erstes, wenn sie an Land kamen, zu McDonalds rannten, um ihre Energiereserven wieder aufzufüllen. 

Gleichzeitig besuchen die Erben die Stadt. 

Heute Nacht schlafen wir in den Mietluken, die Melker im Innenhafen in Karlstad betreibt, zentraler geht es nicht. Mit dem Duft von Kaffee aus der angrenzenden Kaffeerösterei Löfbergs in der Luft ging es dann in die Luken zum Ausschlafen.

 

Alles ist gut!

 

//Wilhelm 


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